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Dienstag, 28. August 2007 Episode | Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle

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Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch Lernen | Deutsche Welle

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Dienstag, 28. August 2007


Dienstag, 28. August 2007

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DATE : Tue, 28 Aug 2007 15:10:00 +0000
Entered in Database : 2007-08-28 15:10:00
length : 5306466
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Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ATHEN: In Griechenland kämpft die Feuerwehr weiter gegen die verheerenden Waldbrände. Auf der Halbinsel Peloponnes lodern mehrere Großbrände und dutzende kleinere Feuer. Auf der Insel Euböa bewegt sich eine kilometerlange Feuerfront in Richtung Ägäis. Mehrere hundert Einwohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Landesweit kamen 63 Menschen ums Leben, rund 3.000 wurden obdachlos. Die griechische Regierung versprach den Geschädigten eine Soforthilfe von 200 Millionen Euro. Durch die Brandkatastrophe gerät die Regierung von Ministerpräsident Kostas Karamanlis zunehmend unter Druck. In Athen zogen Demonstranten zum Parlament und forderten ihren Rücktritt. Laut Beobachtern sind Brandstiftungen im Zusammenhang mit Bodenspekulationen Ursache für einen Großteil der Brände. Die polizeilichen Ermittlungen sollen jetzt vom Geheimdienst und einer Anti-Terror-Einheit unterstützt werden.

ANKARA: Die Wahl des neuen türkischen Präsidenten geht an diesem Dienstag in die dritte und entscheidende Runde. Aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von Ahmet Necdet Sezer ist Außenminister Abullah Gül von der religiös-konservativen Regierungspartei AKP. In diesem Wahlgang reicht die absolute Mehrheit im Parlament, über die die AKP verfügt. In den ersten beiden Wahlgängen hatte Gül die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit verfehlt. Die weltlichen Eliten der Türkei haben Güls Bewerbung wegen seiner islamistischen Vergangenheit mit Misstrauen verfolgt. Gül hat mehrfach Vorwürfe zurückgewiesen, er wolle die verfassungsmäßige Trennung von Staat und Religion aufheben.

JERUSALEM: Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ist in Jerusalem mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert zusammengekommen. Dabei soll es um bilaterale Sicherheitsfragen gehen. Vor dem Treffen forderte Abbas substanzielle Verhandlungen. Gespräche, an deren Ende nicht mehr als eine Prinzipienerklärung stehe, reichten nicht aus. Es ist das vierte Treffen der beiden Politiker seit der gewaltsamen Machtergreifung durch die radikalislamische Hamas im Gazastreifen. Es dient als Vorbereitung auf die für November geplante internationale Nahost-Konferenz, bei der über die Gründung eines Palästinenserstaates verhandelt werden soll.

KABUL: Südkoreanische Diplomaten und Vertreter der afghanischen Taliban-Miliz haben ihre direkten Verhandlungen über eine Freilassung von 19 südkoreanischen Geiseln fortgesetzt. Beide Seiten kamen in einem Büro des Afghanischen Roten Halbmonds in der Stadt Ghasni zusammen. Die islamistischen Taliban fordern die Freilassung inhaftierter Gesinnungsgenossen. Weiter in Geiselhaft ist auch ein 62-jähriger deutscher Bauingenieur. Bei Kämpfen im Süden Afghanistans wurden nach Militärangaben 21 Aufständische getötet. An den Gefechten in den Provinzen Kandahar und Helmand waren internationale und einheimische Truppen beteiligt.

PEKING: Kanzlerin Angela Merkel hat bei ihrem China-Besuch mehr Pressefreiheit angemahnt. In einer Rede in der Akademie der Sozialwissenschaften in Peking sagte sie, der wirtschaftliche Aufstieg müsse einhergehen mit einem Mehr an internationaler Verantwortung. Bei einem anschließenden Treffen mit der Nummer Zwei im Land, Parlamentschef Wu Bangguo, setzte sich Merkel für ein Mediengesetz und die bessere rechtliche Absicherung von Journalisten ein. Zuvor hatte sie sich in ihrem Hotel von vier regime-kritischen Journalisten über deren Arbeit unterrichten lassen. Nach Ansicht der Kanzlerin wird die Menschenrechtsdiskussion vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking noch an Fahrt gewinnen, da die Welt darauf schauen werde, wie sich China auch im Hinblick auf Meinungs- und Pressefreiheit präsentiere.

LEIPZIG: Der Bundesgerichtshof verhandelt darüber, ob der so genannte Ehrenmordprozess neu aufgerollt werden muss. Im April 2006 war der jüngere Bruder der Deutsch-Türkin Hatun Sürücü wegen Mordes an seiner Schwester zu einer mehr als neunjährigen Jugendstrafe verurteilt worden. Seine beiden älteren Brüder wurden mangels Beweisen frei gesprochen. Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte Berufung gegen das Urteil mit der Begründung eingelegt, die Beweisführung sei lückenhaft gewesen. Die beiden freigesprochenen Brüder müssten deshalb erneut vor Gericht gestellt werden. Hatun Sürücü war Anfang 2005 an einer Berliner Bushaltestelle erschossen worden. Zwischen der alleinerziehenden Mutter und ihrer strenggläubigen moslemischen Familie hatte es Spannungen wegen ihres Lebenstils gegeben.

BERLIN: Die Gewerkschaft der Lokführer hat darüber beraten, ob sie das Schlichterangebot im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn annimmt oder nicht. Im Tagesverlauf wollen beide Seiten auf einer gemeinsamen Pressekonferenz das Ergebnis bekanntgeben. Seit Mitte des Monats hatten die CDU-Politiker Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf versucht, einen Kompromiss herbeizuführen. Die Gewerkschaft fordert einen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer sowie Lohnerhöhungen von 31 Prozent. Die Bahn lehnt das ab. Sie verweist auf entsprechende Tarifabschlüsse mit den beiden anderen Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA. Danach werden die Löhne um 4,5 Prozent erhöht.

LEIPZIG: Das Finanzloch der schwer angeschlagenen sächsischen Landesbank ist nach einem Pressebericht noch größer als bisher bekannt. Die 'Leipziger Volkszeitung' berichtet, aus Kapitalmarktgeschäften drohten Verluste in Höhe von 660 Millionen Euro. Zudem gebe es weitere Risiken von 14 Milliarden Euro, die noch nicht endgültig geprüft worden seien. Die SachsenLB war im Zuge der US-Immobilienkrise in schwere Schieflage geraten. Am Sonntag hatte die Landesbank Baden-Württemberg das Leipziger Geldhaus übernommen. Der Kaufpreis soll erst zum Jahresende festgelegt werden.

BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat davor gewarnt, der Wettlauf um die mögliche Ausbeutung der Öl- und Gasvorkommen in der Arktis gefährde das friedliche Zusammenleben der Nationen. In einem Gastbeitrag der Tageszeitung 'Die Welt' schreibt er, wenn das ewige Eis schmelze seien nicht nur die Eisbären in Gefahr. Im hohen Norden könnten dann auch Verteilungskonflikte um Rohstoffe und Ressourcen drohen. Eine globale Zusammenarbeit sei daher notwendig, unter anderem auch zur Sicherung der Energie und zum Klimaschutz. Steinmeier besucht auf seinem Weg in die USA derzeit Norwegen. Unter dem Nordpol hatte vor kurzem Russland mit dem Aufstellen seine Nationalflagge seine Ansprüche auf die Polarregion dokumentiert. Mehrere weitere Staaten erheben ebenfalls Anspruch auf die Region.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend heiter bis wolkig. Südlich der Donau sowie am Hochrhein einzelne Schauer möglich. Tageswerte zwischen 17 und 25 Grad.


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