Link to the Show / Show NotesKrautrock Vol. 1: Kosmische Kuriere.(...) this genre - "Space Music" some call it, or "Analog-Synth Epics" - has been almost completely written out of the history of electronica. (Simon Reynolds)
Nach längerer Pause ist es nun endlich wieder Zeit für eine neue Folge unseres Podcasts Überklang: Zum Auftakt eines mehrteiligen Krautrock-Specials beschäftigt sich unsere musikalische Spielwiese in Ausgabe Nr. 39 mit einer musikalischen Ära, deren Einflüsse von heutigen Electro-Hipstern schlichtweg geleugnet werden und deren Protagonisten ausser bei ihren in die Jahre gekommenen, treu ergebenen Fans aus der Wahrnehmung der heutigen Pop- und Rockmusik mehr oder weniger verschwunden sind.
Zu Beginn der 1970er-Jahre und weit bis in die 1980er-Jahre hinein wurde in Deutschland Pionierarbeit im Genre der elektronischen Musik geleistet, und wir meinen hier ausnahmsweise mal nicht die weissbekittelten Komponisten a lá Stockhausen oder Eimert in ihren elektronischen Labors, sondernd die bärtigen Hippies, die im Schneidersitz vor den riesigen Türmen ihrer analogen Modularsysteme saßen, und mittels abenteuerlicher Steckverbindungen für damals ungehörte Klangwelten sorgten. Sie waren die Kosmischen Kuriere, die Dealerfür die drogengeschwängerten Hör-Trips ihrer Fans, die Überbringer universellen Rauschens und die unermüdlichen Forscher im Knarzen und Blubbern einer anderen Dimension.
In unserer aktuellen Sendung spielen wir euch Beispiele aus dem klassischen Frühwerk von Tangerine Dream, Klaus Schulze und Popol Vuh, stellen euch Innovatoren wie Conny Schnitzler oder die Gebrüder Seesselberg vor, schwelgen in legendären elektronischen Releases von Cluster, Manuel Göttsching und Eberhard Schoener, und erinnern an längst Vergessene wie Supersempfft aka Roboterwerke, Harald Grosskopf, Adelbert vonDeyen und an den nach seiner Debütplatte auf tragische Weise ums Leben gekommenen Wolfgang Riechmann.

Play in your Iphone