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Die amerikanischen Journalisten reiben sich immer noch die müden Augen. In der Nachberichterstattung zur Wahl erregt - neben den Spekulationen um das neue Kabinett - nun vor allem ein Thema die Gemüter: Wie stark sind die evangelikalen Christen und welchen Kurs schlägt das Land unter einem gestärkten Präsidenten ein, der sich selbst als Born-Again-Christian bezeichnet?
Ist christlicher Fundamentalismus in den USA wirklich auf dem Vormarsch? Ist die Außenpolitik der USA von christlichen Dogmen geprägt? Was ist eigentlich ein "Born Again Christian"?
Ich habe zu diesem Thema gerade ein Interview mit Prof. Rainer Prätorius geführt. Er ist Autor des Buches "In God we trust - Religion und Politik in den USA" (Verlag C.H.Beck). Rainer Prätorius lehrt als Gastprofessor am Department of Political Science der University of Minnesota und ist Professor für Verwaltungswissenschaft an der Universität der Bundeswehr in Hamburg.
Prof. Prätorius sagt, der Begriff "Born Again" werde zu breit verwendet, nicht alle Born-Agains seien automatisch Fundamentalisten. Gleichzeitig sieht aber auch er einen besorgniserregenden Trend in den USA, wonach christlicher Fundamentalismus inzwischen selbst an der Spitze großer Unternehmen, auf Richterbänken und im US-Senat beobachtet werden kann.
Interview, Prof. Prätorius (Deutsch, 15 min)
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