Link to the Show / Show NotesUnsere Welt der Bücher sieht so aus: Leon de Winter und sein Buch über die Zukunft Israels. Die Wiederentdeckung des vielleicht ersten deutschen Popliteraten. Spinnens Wortschau über unsägliches aus der Wirtschaftssprache.
Leon de Winter gehört zu den großen europäischen Schriftstellern der Gegenwart. Seine Helden sind meist tragikkomische Typen, die zwar durchs Leben kommen, aber auch nur irgendwie. Spannendes, kluges Lesefutter, das die schweren Themen des Lebens leicht vermittelt. „Easy reading is hard writing“ soll er einmal gesagt haben.
Leon de Winter ist der Sohn niederländischer, orthodoxer Juden, die den Holocaust in einem Versteck überlebt haben. Da ist viel Autobiographisches in seinen Geschichten, die sich immer wieder mit dem Judentum auseinandersetzen. De Winters neues Werk beschäftigt sich mit dem Nahostkonflikt. Es heißt „Das Recht auf Rückkehr.“
Leon de Winter: "Das Recht auf Rückkehr". Diogenes Verlag 2009. 560 Seiten. 22,90 Euro
Außerdem in der Sendung:
- Von einem der durchzog, das Leben zu lernen. Die Wiederentdeckung eines literarischen Bürgerschrecks. Jörg Fauser: "Werkausgabe in neun Bänden". Diogenes Verlag 2009. 79,- Euro
- Was haben sie am 9. November 1989 gemacht? Der griechischstämmige Schweizer Autor Perikles Monioudis über Mauerfall und Erinnerung.
- Spinnens Wortschau: "Am Ende des Tages". Burkhard Spinnen erklärt, wie uns die Sprache der Wirtschaft direkt in babylonische Verhältnisse führt.
- Klassiker der Deutschen Sprache - diesmal: E.T.A. Hoffmann: Der Sandmann. Gelesen von Wolfgang Rüther. Zu hören sind die Klassiker im Netz - www.dw-world.de/kultur