Link to the Show / Show NotesIm Kulturhauptstadtjahr Ruhr 2010 rückt auch die Literatur der einstigen Bergbauregion in den Blick. Schon Goethe und Heine waren dort. Eine spezifische Ruhrgebietsliteratur entwickelt sich erst in den 60iger Jahren des 20. Jahrhunderts. Max von der Grün, Günter Wallraff, Erika Runge - ihre Namen stehen für diese Literatur, die die Arbeitswelt kritisch dokumentiert.
"Von klarer offener Natur, urverlässlich, sonnig stur"- so sind die Ruhrgebietler, jedenfalls in der offiziellen Kulturhauptstadt-Hymne gesungen von Herbert Grönemeyer. Zugegeben ein bisschen verklärt, aber selbst Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll, dieser eingefleischte Kölner, hatte ein Herz fürs Ruhrgebiet und hat darüber seine Geschichte "Heimat" geschrieben. Zusammen mit anderen Texten ist sie nachzulesen in dem Sammelband:
- RUHR.BUCH. Das Ruhrgebiet literarisch. Hrsg. von Gregor Gumpert und Ewald Tucai. Deutscher Taschenbuchverlag. Nov. 2009. 282 S. 9,90 Euro.
Die weiteren Themen und Bücher:
- Wilfried Stroh: "Die Macht der Rede."Eine kleine Geschichte der Rhetorik im alten Griechenland und Rom. Ullstein 2009. 607 S. 22,95 Euro.
- Wortschau: "Knackpunkt". Eine Sprachglosse von Burkhard Spinnen.
- Hans-Ulrich Dillmann, Susanne Heim: Fluchtpunkt Karibik. Jüdische Emigranten in der Dominikanischen Republik. Christoph-Links-Verlag. 192 S. 24,90 €